Irisdiagnose

 

Irisdiagnose

Was ist die Irisdiagnose genau?

Die Irisdiagnose (auch Iridologie, Augendiagnose, engl. Iridology genannt), ist eine Untersuchungsmethode der Traditionellen Europäischen Medizin aus der farbigen Regenbogenhaut der Augen.

 

Wie funktioniert die Irisdiagnose?

Die Irisdiagnose beruht auf der Erkenntnis, dass zwischen allen Körperorganen eine feste Verbindung zu den Regenbogenhäuten (Iriden) der Augen besteht. Und Informationen von Körper, Geist und Seele an die regenbogenhaut senden und die in Form von Hinweiszeichen sichtbar werden.

 

Seit wann gibt es die Irisdiagnose?

Die Irisdiagnose hat eine lange Tradition, einen Teil der geschichtlichen Hindergründe steht weiter unten. Selbst wende ich die Irisdiagnose seit dem Jahre 2001 an, sie ist sehr gefragt bei mir, weil ich exakte Analysen erstelle sowie weiterführende Beratungen und Behandlungen anbieten kann.

 

Was reflektiert die Regenbogenhaut der Augen?

Über die bindegewebigen Regenbogenhäute ist es möglich in den Stoffwechsel des Menschen hinein zu blicken und regulative Störungen zu erkennen, die teilweise klinisch nicht erfasst werden können. Andereseits kann mit Hilfe der Irisdiagnose nicht gesagt werden wie hoch genau der aktuelle Blutdruck ist. Die Regenbogenhaut reflektiert beispielsweise folgende Hinweiszeichen über:

  • genetische (vererbte) Anlagen zu Erkrankungstendenzen,
  • die Individualkonstitution mit Schwächen und Stärken.
  • Regulations- sowie Stoffwechselstörungen (z.B. Hormonsystem, Vegetatives-Nervensystem, Lymphsystem, Bindegewebe, Leber, Nieren, Herz, ...).
  • Wo akute Prozesse ablaufen, wo Entzündungen vorliegen, Neigung Allergien usw.
  • Wo präventive Massnahmen notwendig sind, lange bevor sich eine Erkrankung manifestiert und klinisch erfassbar ist.

 

Wie zeigen sich diese Hinweiszeichen?

  • Über die Grundfarbe der Regenbogenhaut (Braun, Blau, Grün, Grün-Braun).
  • Farbtupfer, Farbveränderungen
  • Strukturanomalien des Irisstromas
  • Pupillenrand, Pupillenreflex
  • Linsentrübung
  • Auffälligkeiten im Augenweiss

 

Wie wird die Irisdiagnose durchgeführt?

Am Anfang gibt es eine Befragung, dann wird mithilfe eines Irismikroskops die Regenbogenhaut und die Augenumgebung analysiert, dabei werden alle Hinweiszeichen notiert. Danach werden Fotos von den Augen gemacht. Anschliessend folgt die Besprechung der Ergebnisse.

 

Welche Vorteile hat die Irisdiagnose?

Die Irisdiagnose ermöglicht des eine Vielzahl von individuellen Informationen zu erhalten:

  • Genetische Anlagen der Stärken und Schwächen, und wie die aktuelle Situation damit ist, und wo gesundheitsfördernte Masshnahmen sinnvoll sind.
  • Wo Regulationsstörungen vorliegen und evtl. als unbekannte Ursachen wirken.
  • Die Irisdiagnose zeigt, wo weiterführende Untersuchungen angezeigt sind.
  • Welche Behandlungen sinnvoll sind.
  • Und die Irisdiagnose bietet auch die Möglichkeit die eigene Selbsterkenntnis zu vertiefen.

 

Geschichte der Augen-/Irisdiagnose

Im Internet und in Artikeln sind viele verschiedene Versionen über die Irisdiagnose und deren Gesichte mit Fehlangaben zu finden, deshalb hier eine kurze Richtigstellung.

 

Wir finden Hinweise zur Diagnose aus den Augen auch in der traditionellen Medizin (Tibetische Medizin, Chinesische Medizin, Ayurvedische Medizin, Europäische Medizin).

 

Durch die Erfindung der Lupe (ca. im 11. Jahrhundert) und durch das Mikroskop (ca. im 17. Jahrhundert) konnte die Regenbogenhaut der Augen detaillierter untersucht werden.

In Europa veröffentlichte Hildegard von Bingen (1098-1179) Angaben zur Augendiagnose. Sie bringt die unterschiedlichen Farben der Iriden mit bestimmten Empfindlichkeiten der Augen, Gemütszuständen und Charaktereigenschaften zusammen.

 

Dr. Ignác von Péczely (Ungarn, 1826-1911)

Als Junge verbrachte er sein Leben u.a. mit Gewehrübungen, Reiten und Jagen. Eines Tages schoss er eine grosse Eule, die er vom Boden aufhob, er fasste das verwundete Tier an den Flügeln an, aber die Eule ihn auch, sie bohrte ihre Krallen in seinen linken Zeigefinger und Daumen. Vor Schmerzen versuchte er alles um aus dieser Zange heraus zu kommen. Er fand es am besten mit seiner freien Hand das Bein der Eule zu brechen. Worauf sich bei der Eule das entsprechende Auge mit Blut füllte. Er trug die Eule heim, wo es sich bei guter Pflegte alsbald erholte, aber in dem Auge blieb ein Fleck. In dieser authentischen Darstellung kommt der später oft zitierte „schwarze Strich im Beinfeld“ (in der Reflexzone in den Iriden) nicht vor. Und das ist auch der Grund, warum spätere Versuche diesen Vorgang an Versuchstieren nachzuvollziehen nie bestätigt werden konnte. Als Arzt hatte er dann 1862 in den Augen eines Kranken eigenartige Flecken gesehen, sowie unter anderem ein im Auge der Eule gesehenes Zeichen erblickt. Diese auffallende Ähnlichkeit weckte seine Aufmerksamkeit.1873 veröffentlichte er dann in Budapest eine Schrift mit seiner ersten Iristopographie und der Eulengeschichte. In den folgenden Jahren entwickelte Péczely die Iristopographie mit Zahlen.

 

Hans Peter Exer

Naturheilpraktiker