Arthrose

 

Arthrose

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung eines oder mehrerer Gelenke, die durch den Abbau der Gelenkknorpel aufgrund langjähriger Belastung oder verschiedener Krankheiten verursacht wird. Die Arthrose betrifft 65 Prozent aller Menschen über 65 Jahren, doch nicht alle Betroffenen merken etwas davon. Häufig sind die Knorpel der Knie-, Hüft- oder Fingergelenke betroffen. Knorpelgewebe, das einmal abgebaut ist, lässt sich durch nichts wieder aufbauen, es kann sich aber ein Ersatzgewebe bilden, was zur Pufferung des Gelenkes führt.

 

Welche Ursachen gibt es für Arthrose?

  • Manchmal ist die Arthrose die Folge eines Unfalls, einer angeborenen Fehlstellung der Gelenke (z.B. O-Beine) oder auch einer übermässigen Belastung bei bestimmten Leistungssportarten. Hier kann man in vielen Fällen die Fehlstellung korrigieren und Überlastungen mindern und damit die Ursache der Arthrose beheben. Joggen jedenfalls gilt nicht mehr als Risikofaktor für Arthrose. Im Gegenteil, ausführliche wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass regelmässiges Laufen das Risiko für eine Kniearthrose sogar senken kann.
  • Eine weitere bisher kaum zitierte Ursache ist die Dysregulation im Stoffwechsel. Beispielsweise Magen oder/und anderes Verdauungsorgan wie Bauchspeicheldrüse, Störungen der Darmflora und der Darmschleimhaut.
  • Muskelverspannungen und Faszienverklebungen um das betroffene Gelenk führt auch zu einem lokalen Stauu im Stoffwechsel.
  • Übersäuerung des Gewebes um das Gelenk.
  • Kombination aus mehreren Faktoren wie ungesunde Ernährung (zu viel tierisches Protein, ungesunde Fette, zu viele Getreideprodukte wie Back- und Teigwaren aus glutenreichen Auszugsmehlen, stark verarbeitete Fertiggerichte mit synthetischen Lebensmittelzusätzen (Konservierungs- und Farbstoffe, Aromen, Geschmacks-verstärker etc.), Mineralstoff- und Vitalstoffmangel, Koffein, Alkohol, Zucker und Tabak/Nikotin, Stress, Sorgen und Ängste, Bewegungsmangel oder Fehlbelastung, Giftstoffe, Störung der Darmflora. Die führt dazu, dass der Körper in ein Ungleichgewicht gerät und krank wird. Das Ungleichgewicht betrifft viele Ebenen im Körper, der Säure-Basen-Haushalt gehört in jedem Fall dazu, was sich in einer (latenten) Übersäuerung des Organismus zeigt.

 

Welche Symptome treten bei Arthrose auf?

  • Arthrose verläuft schubweise, das heisst, schmerzhafte Intervalle wechseln sich mit schmerzfreien Phasen ab.
  • Arthrose kann auch symptomlos verlaufen.

 

Typische Phänomene bei Hüft- oder Kniegelenks-Artrose:

  1. Anlaufschmerzen, zu Beginn einer Bewegung treten heftige Gelenkschmerzen auf, die nach ein paar Minuten deutlich weniger werden. Die Anlaufschmerzen entstehen aufgrund von verspannten Muskeln. Mit jeder Bewegung werden die Muskeln weicher und geschmeidiger. Die Spannung in den betroffenen Sehnen nimmt ab. Der Schmerz wird weniger.
  2. Stärker werdende Beschwerden beim Bergablaufen oder beim Treppensteigen. Beim Bergablaufen geschieht genau das Gegenteil. Der grosse, vordere Oberschenkelmuskel wir gewaltig strapaziert. Er muss nämlich Berg ab eine für ihn schwierige Bewegung machen. Anstatt sich zu kontrahieren und zu verkürzen (dazu sind Muskeln gemacht) muss er sich bei jedem Schritt verlängern und auseinander ziehen lassen. Das geht nur holperig und führt zur massiven Verkürzung des gesamten Systems, zu Verspannung und Schmerz. Das Treppensteigen belastet auch besonders den vorderen Oberschenkelmuskel.
  3. Dagegen scheint die Reibung in den Gelenken trotz hoher Belastung beim Radfahren keine Probleme zu machen. Beim Radfahren wird das Knie nie ganz durchgestreckt. Bei gebeugtem Knie können nicht alle Muskeln verspannt sein. Die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Wadensehnen befinden sich jetzt ausserhalb des Gelenks. Die Spannung ist aus dem Knie. Selbst wenn der Meniskus kaputt ist oder die rauen Flächen des arthrotischen Kniegelenks aufeinander reiben, das Knie schmerzt nicht, weil das Knie eben nicht verspannt ist.
  4. Und wieso schmerzt später die Arthrose dann schon in Ruhe und lässt uns nachts nicht schlafen, obwohl wir uns gar nicht bewegen und somit die Gelenkflächen nicht aufeinander reiben? Treten Schmerzen bei Ruhe und Schlaf auf, so kann wieder nicht die Gelenkfläche dafür verantwortlich gemacht werden, geschädigt oder nicht, denn es reibt ja nichts. Aber die durch Inaktivität verkürzen Muskeln und Faszien, ziehen sich weiter zusammen und verkleinern den Gelenkspalt, sobald keine Bewegung mehr erfolgt. Ein teuflischer Kreislauf.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Vor einer versteifenden oder gelenkersetzenden Operation lohnt es sich immer alternative Therapien auszuprobieren. Aber nicht jedes Mittel wirkt bei jedem/jeder gleichermassen.

Grundsätzlich besteht die Behandlung aus ausführlichen Besprechungen, die Berücksichtig der möglichen Ursachen, auch klinische Untersuchungen können hilfreich sein, dann die geeigneten Massnahmen und Heilmittel. Sowie auch die Beurteilung des aktuellen Knorpel-Zustandes und die Entwicklung des Heilungsverlaufes durch die Behandlung.

 

Artrose wird in der Regel zu einseitig behandelt, dabei wäre eine ganzheitliche Behandlung möglich. Andererseits sind viele moderne Therapieempfehlungen mit so genannten Naturheilmitteln oft nur symptomatisch und wirken auch nicht bei allen gleich gut. Wichtig ist auch die Beratung der Lebensweise, der Ernährung und den Eigenmassnahmen sowie die Nachkontrolle der Behandlung. Wenn Sie gerne die ganzheitliche Arthrose Therapie bei mir ausprobieren möchten, rufen Sie mich an Tel. 041 210 10 76 oder verwenden das Kontaktformular.

 

Hans Peter Exer

Naturheilpraktiker