Baker-Zyste


Baker-Zyste

Was ist eine Backer-Zyste?

Die Baker-Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Aussackung der Gelenkkapsel in der Kniekehle. Der Körper bildet vermehrt Gelenkflüssigkeit, wodurch sich der Gelenkinnendruck stetig erhöht und darauf die Gelenkkapsel zur Baker-Zyste aussackt. Die Baker-Zyste wölbt sich meist im Bereich zwischen dem oberen mittigen Ende des Wadenmuskels und dem Sehnenansatz der Beugemuskulatur aus. Pathologische Anzeichen in der Umgebung fehlen zu Anfang. Eine Baker-Zyste kann von aussen betrachtet einem Tumor der hinteren Kniekehle ähneln. 


Wie häufig ist die Backer-Zyste?

Eine Baker-Zyste ist in keinem bestimmten Lebensalter mit grösserer Häufigkeit zu finden. Im Kindesalter kommt es bei Jungen doppelt so häufig wie bei Mädchen zu einer Baker-Zyste. Allerdings bilden sich bei Kindern seltener Zysten in der Kniekehle. Überwiegend tritt eine Baker-Zyste im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter auf.


Welche Symptome treten bei einer Backer-Zyste auf?

  • Schmerzen und eine bewegungsabhängige, häufig wiederkehrende Schwellung in der Kniekehle und der oberen Wadenmuskulatur. 
  • Druck auf Nerven und Venen in der Kniekehle. Hierdurch können Taubheitsgefühle, Lähmungen und Durchblutungsstörungen im Bereich des Unterschenkels und Fusses entstehen, auch Thrombose.
  • Bei zu starkem Druck kann die Baker-Zyste reissen, dabei kommt es zu plötzlich einsetzenden Schmerzen in der Kniekehle, welche stärker werden, wenn man darauf drückt. Dieser Zustand kann leicht mit einer tiefen Beinvenenthrombose verwechselt werden. Die Folgebeschwerden können sein, Verminderung der Gewebedurchblutung, woraus neuromuskuläre Störungen oder Gewebe- und Organschädigungen resultieren wie Schäden an den Blutgefässen, Muskeln und Nerven. 


Welche diagnostische Untersuchungsmethoden gibt es für die Backer-Zyste?

  1. Die klinisch-manuelle Untersuchung; Die Kniekehle ist dicker geworden, was man ganz gut vergleichen kann mit dem eigenen, anderen Bein. Beugt man das Knie, erhöht sich das Druckgefühl in der Kniekehle. Was jeder auch sofort nach kurzer Zeit bemerkt, bei Belastung nimmt die Schwellung zu, schont man das Knie, wird die Wölbungen wieder flacher.
  2. Bildgebende Verfahren mit Ultraschall (Sonographie) und evtl. eine Kernspintomographie; dabei werden auch Differentialdiagnosen, wie Aneurysmen der Popliteal-Arterie oder -vene, ausgeschlossen. Ist eine Baker-Zyste langgezogen und schlauchförmig, ist es häufig schwierig, die Diagnose zu stellen. 


Welche Ursachen gibt es für die Backer-Zyste?

  • Oberschenkelmuskeln und Beckenmuskeln greifen nach den Unterschenkeln, Muskeln vom Fuss reichen bis zum Oberschenkel. Wenn Muskel, Sehnen und Bindegewebe die richtige Spannung haben werden die Knochen und Knorpel nur wenig belastet. Der Druck wird auf- oder abgeleitet durch die weiter aussen liegenden Spannseile der bindegewebigen Verknüpfung. Sollten allerdings die myofaszialen Verbindungen angespannt und damit verkürzt werden (durch Inaktivität oder einseitige Belastung eines Muskels), so muss sich notwendigerweise auch der Druck auf das Gelenk erhöhen. Eine Zugbelastung nach einer Seite kann der Körper im Prinzip nicht tolerieren, weil damit die beteiligten Knochen zu einer Seite hinüber gezogen würden. Um das Gleichgewicht aufrecht zu halten, müssen die Muskeln, die die Gegenbewegung ausführen (Antagonisten) sich ebenfalls verkürzen. Sonst würde sich das Gelenk in unbrauchbarer Stellung und in grotesk verrenkter Lage befinden. Der Preis für die Gegenreaktion ist aber, dass das Gelenk von mehreren Seiten zusammen gezogen wird. Die Gewebe in dem Gelenkspalt werden zunehmend mehr zusammengepresst. Damit ist die Versorgung des empfindlichen Knorpels nicht mehr hinreichend garantiert. Da Gefässe diesen wichtigen Teil des Körpers nicht versorgen, ist er auf die Diffusion (Einfliessen) aus der umliegenden Gelenkflüssigkeit angewiesen. Durch die Spannung von allen Seiten wird der Knorpel komprimiert und damit seine Struktur wie ein ausgedrückter Schwamm verdichtet. Je mehr sich die eine Seite zusammenzieht, umso mehr wird auch die andere sich bemühen, mit zu halten. Der Spalt wird enger (Röntgenbild), der Druck erhöht sich und es kommt zur Bewegungseinschränkung. Die Unausgeglichenheit im Muskel und Sehnensapparat mit unterschiedlichem Druck oder Zug auf die Gelenkoberfläche führt zu einer Fehlstellung des Gelenks. Dessen Reaktion (wegen der Belastung) ist entweder Verschleiss (dünner, rissiger Knorpel) oder Umbau und Gegenwehr (arthrotische Zacken). Gleichzeitig, aber auch schon vor diesen Veränderungen kann sich einer Baker-Zyste bilden. Durch chronische Entzündungsvorgänge kommt es zu einer vermehrten Produktion von Gelenkflüssigkeit, wodurch ein Überdruck im Kniegelenk entsteht. Die Gelenkkapsel gibt dann am Ort des geringsten Widerstandes nach und bildet eine Zyste aus.
  • Weitere mögliche Ursachen sind Gelenkverschleiss (Arthrose, Gonarthrose) als Folge der oben beschriebenen Zusammenhänge. Oder eine Entzündung (Arthritis, Rheuma, Infektion).
  • Schaden innerhalb des Kniegelenkes, beispielsweise bei einer Verletzung oder nach Unfall des medialen Meniskus.


Welche konventionelle Therapie gibt es gegen die Backer-Zyste?

Eine Punktion oder ein operatives Verkleinern der Zyste bringt nicht viel. Die operative Korrektur eines Schadens (Abschleifen von Meniskusrissen) ist selten ein Gewinn und das Spülen vom Kniegelenk verbessert objektiv nichts. Lediglich das Risiko einer Infektion steigt. Ein Rezidiv ist vorprogrammiert. Die operative Beseitigung von Schäden kann ergänzend sinnvoll sein wie z.B. ein Meniskusschaden. Wenn ein Chirurg die Baker-Zyste operativ entfernt, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass die Baker-Zyste immer wieder kommt, wenn z.b. die myofasziale oder Statik Ursache unbehandelt bleiben.   


Welche alternative Therapiemöglichkeit gibt es bei Backer-Zyste?

Die Manuelle Therapie, so wie ich sie in meiner Praxis anwende.


Wenn Sie eine Bhandlung ausprobieren möchten, rufen Sie mich gerne an Tel. 041 210 10 76 oder verwenden das Kontaktformular. 


Hans Peter Exer

Dipl. Naturheilpraktiker