Muskelverspannungen

 

Muskelverspannungen

Unter Muskelverspannung wird eine länger anhaltende, unwillkürliche Kontraktion eines quergestreiften Muskels oder einer Muskelgruppe verstanden. Muskelverspannungen (syn. Muskelhartspann, Muskelverhärtung) können sich zu Myogelosen (Knötchen in den Muskeln) verhärten was zu Schmerzen führen kann.

 

Ursachen

Muskeln verspannen sich aus unterschiedlichen Gründen. Bei einer Dauerbelastung der Muskeln werden Muskeln überlastet und es entsteht ein Stau im Muskel, dadurch verengen sich die Blutgefässe darin, dies führt zu einer unzureichenden Durchblutung und es kommt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen und die Stoffwechselabbauprodukte wie Milchsäure werden vermindert abtransportiert. Der Muskel übersäuert und wird empfindlicher für Schmerzreize. Mit der Zeit treten entzündliche Reaktionen auf.

 

Fehlhaltungen

Eine andauernde, unnatürliche Sitzhaltung am Schreibtisch führt irgendwann zu Verspannungen, die Muskeln verkrampfen und schmerzen. Zur Vermeidung weiterer Schmerzen wird der Körper automatisch immer mehr in eine ungesunde Schonhaltung gedrängt, die dann zu weiteren Muskelverspannungen, Verhärtungen und Muskelkrämpfen führt: Ein Teufelskreis entsteht.

 

Fehlbelastung

Eine dauernde Fehlbelastung bei sich ständig wiederholenden Arbeitsvorgängen und bei körperlich schwerer Arbeit kann die Muskeln überdehnen und sogar zerren. Auf diesen schmerzhaften Reiz reagiert der Körper mit einer verstärkten Anspannung jener Muskeln, die die geschädigten Muskelgruppen entlasten. Ein Ungleichgewicht entsteht in der Spannung der einzelnen Muskelgruppen. Die Folgen sind eine überhöhte Schmerzempfindlichkeit, Muskelverkürzungen und Muskelversteifungen.

 

Verletzungen

Unser Körper reagiert bei Verletzungen mit einem Schutzmechanismus. Muskel ziehen sich dabei zusammen z.B. bei Schleudertraum, sind es die neben den Muskeln im Nacken-Schultern Bereich auch die Muskeln im vorderer Hals, oberer Rücken- und Brustbereich. Gesunde Muskelregionen entlasten die geschädigten Bereiche. Bestehen die Schmerzen und somit auch die Anspannung der Muskulatur über einen längeren Zeitraum, können dauerhaft ausgeprägte Muskelverspannungen die Folge sein.

 

Psyche

Psychische Belastungen können zu einer unbewussten Muskelverspannung führen. Stress, psychische Anspannung und Ängste führen zu Verkrampfungen im Schulter- und Nackenbereich. Diese dauernde Muskelanspannung führt zu einer Überlastung des Muskels und mündet in den oben beschriebenen Teufelskreis der Muskelverspannung.

 

Weitere Ursachen

  • Bewegungsmangel
  • Mangelnde Trinkmenge
  • Darmerkrankung bzw. mangelnde Nährstoffaufnahme
  • Stoffwechselstörungen
  • Schlechte Blutzirkulation im Körper
  • Übersäuernde Ernährung
  • Zu weiche oder durchgelegene Betten verhindern eine körpergerechte Lage der Wirbelsäule und beeinträchtigen die Durchblutung. Dabei wird nicht nur die Schlafqualität nachhaltig gestört, auch das Risiko einer Muskelverspannung ist sehr hoch.

 

Symptome

Der Sauerstoffmangel führt zu einer Stoffwechselstörung im Muskelgewebe und die betroffenen Bereiche verhärten sich schmerzhaft. Eine Schmerzspirale beginnt: Zur Vermeidung weiterer Schmerzen wird der Körper immer mehr in eine Schonhaltung gedrängt, die dann zu weiteren Muskelverspannungen und damit zu neuen Schmerzen führt. Bei chronischen Muskelverspannungen kann es sogar zu einer Reduzierung des Muskelgewebes (Atrophie) kommen.

 

Typische Anzeichen einer Verspannung sind ziehende oder dumpfe Schmerzen. Verspannungen und Muskelverhärtungen im Bereich der Halswirbelsäule laufen über die Schulterregion bis zu den oberen Bereichen der Brustwirbelsäule. Die Schmerzen können aber auch über das Gesäss in die Arme und Beine ausstrahlen. Plötzlich auftretende Muskelkrämpfe führen wiederum zu Bewegungsunfähigkeit und Verhärtung des betroffenen Muskels.Der schmerzende Bereich ist verhärtet, fühlt sich taub und empfindungsarm an. Durch längeres Sitzen oder Stehen verstärken sich die Schmerzen und man verfällt in eine ungesunde, krumme Schonhaltung. Starke Muskelverspannungen verkürzen und verhärten die Muskeln extrem (Myogelosen). Diese Muskelverhärtungen können als Knoten oder Wulst unter der Haut ertastet werden.

Weitere häufige Beschwerden sind Durchblutungsstörungen in Händen und Füssen sowie Schwindelanfälle.

 

Schmerzmittel

Von der längerfristigen Einnahme rezeptfreier Schmerzmittel rate ich ab, sie unterdrücken lediglich die Symptome, beheben aber nicht die Ursache der schmerzhaften Verspannungen.

 

Naturheilkundliche Behandlungen

Betroffene mit Muskelverspannungen mit chronischen Schmerzen sind mit einer einzelnen Behandlungsform meist in unzureichender Behandlung, Sie sollten so früh wie möglich auch eine umfassende Behandlung erhalten.Wenn Sie eine bewährte umfassende und nachhaltige naturheilkundliche Behandlungs-Methode möchten, rufen Sie mich an Tel. 041 210 10 76 oder verwenden das Kontaktformular.

 

Hans Peter Exer

Dipl. Naturheilpraktiker