Dupuytren-Krankheit


Dupuytren-Krankheit

Was ist eine Dupuytren-Krankheit?

Die Dupuytren-Krankheit (auch Dupuytren'sche Kontraktur, Morbus Dupuytren,

Dupuytren´sche Erkrankung genannt) wurde nach dessen Entdecker Baron Dupuytren so benannt.


Bei der Dupuytren-Krankheit handelt es sich um eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche (Faszie). Die Krankheit beginnt meistens mit einem kleinen Knoten des Bindegewebes in der Handinnenfläche.

 

Welche Symptome treten bei der Dupuytren-Erkrankung auf?

In den meisten Fällen ist die Dupuytren-Erkrankung unbequem, manchmal behindernd sie auch, aber typischerweise ist sie schmerzfrei. Falls die Knoten oder Stränge Nerven beeinflussen, kann dies durchaus schmerzhaft sein. Bei allen untersuchten Dupuytren-Patienten, die über Schmerzen klagten, waren Nerven in den Knoten eingeschlossen.


Wie verläuft die Dupuytren-Erkrankung?

Die Dupuytren-Erankung zählt zu den Fibromatosen. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Hand. Meist sind der vierte und fünfte Finger (Ringfinger und kleiner Finger) betroffen.


Ein schubweiser, über mehrere Jahre dauernder Krankheitsverlauf ist typisch. Im Verlauf von Monaten oder Jahren, entwickelt sich meist im beweglichen, weichen Bereich in der Nähe der Fingergrundgelenke ein gutartiger Tumor, der im Lauf der Zeit die Streckung der befallenen Finger behindert. Dann spricht man von der Dupuytrenschen Kontraktur. Der krumme Finger entsteht also nicht durch eine Sehnenverkürzung, sondern durch getrennte Gewebewucherung, die das Strecken verhindert. 


Liegt der Tumor in Bereichen der Hand, die beim Gebrauch wenig bewegt werden - zum Beispiel im Hohlhandzentrum über der sog. Palmaraponeurose ist er weniger problematisch und führt kaum zur Fingerbeugung.


Der oben beschriebene Verlauf ist typisch, aber die Krankheit schreitet nicht bei jedem Patienten so weit fort. Der individuelle Verlauf ist von Patient zu Patient sehr verschieden und kaum vorhersagbar. Selbst beim gleichen Patienten kann sich ein Knoten an einem Finger über Jahrzehnte nicht zur Kontraktur führen und ein anderer Finger innerhalb eines Jahres gekrümmt werden.


Die wachsenden Stränge können dazu führen, dass der Finger nicht mehr gestreckt werden kann (Einziehungen mit Versteifung, Streckdefizit, Beugekontraktur). Betroffen sind vor allem die Fingergrund- und Mittelgelenke.


Das Stadium der Dupuytrenschen Kontraktur oder Kontraktion ist ein beträchtlich fortgeschrittenes Stadium, und dann wird auch von der Dupuytren-Krankheit gesprochen, die frühere Stadien mit einschliesst. Bei längerem Andauern der Kontraktur kann es zu einer Verhärtung und Verknöcherung des Strangs

kommen.


Was ist die Ursache für eine Dupuytren-Erkrankung?

  • Über die Ursachen der Dupuytren-Krankheit gibt es noch zu wenige Erkenntnisse. Morbus Dupuytren tritt meist im mittleren Lebensalter auf, bei Männern im Durchschnitt etwa 10 Jahre früher als bei Frauen. Aufgrund einer belgischen Studie schätzt man, dass etwa ein Drittel der über 50-Jährigen (und hier Männer zwei- bis achtmal häufiger als Frauen) und 40 % der 80-Jährigen in der Bevölkerung (in diesem Alter Männer und Frauen dann etwa gleich häufig) betroffen sind, d.h. Symptome der Krankheit haben.
  • Morbus Dupuytren tritt familiär gehäuft auf (erbliche Veranlagung).
  • In einem von mir veröffentlichten Fachbuch sind folgende Ursachen von Autoren zitiert. Gonorrhoe im 2 Stadium, Nebenwirkung von Epileptika, Erbtoxine der Tuberkulose.
  • Eine Patientenumfrage zeigte, dass bei Rauchern die Dupuytren-Krankheit um ca. 7 Jahre früher beginnt als bei Nichtrauchern. Auch übermässiger Alkoholkonsum kann eine Rolle spielen.
  • Dank der Faszienforschung in neuerer Zeit, ergeben sich neue Anhaltpunkte
  • Die Irisdiagnostik bietet die einmalige Möglichkeit die Individualkonstitution zu bestimmen. Die Exudative Diathese oder Übersäuerung Diathese begünstigen Rheuma, was auf Entzündungen hinweist. Auch Erbtoxine der Tuberkulose. können Irisdiagnostisch erfasst werden und diese Erbtoxine können können auch u.a. Rheuma auslösen. Dann Zirkulärfurchen weisen auf spatische Zustände hin.Es gibt noch weitere Gründe die Vorhanden sein können und irisdiagnostisch erfasst wie Magenuntersäuerung u.a.  Alle diese individuellen Ursachen geben ganzheitlich Aufschluss über mögliche Ursachen und Zusammenhänge.
  • Kombinationen von den obigen Ursachen in Verbindung mit einer Verletzungen, Muskelverspannung, Faszienverklebung an den Armen können auch die Gründe sein.   


Wie sieht die Behandlung gegen die Dupuytren-Erkrankung aus?

Ziel der Behandlung allgemein ist es, die Beugefehlstellung der Finger möglichst rückgängig zu machen oder aufzuhalten und so die Handfunktion wieder zu verbessern.

Die Schulmedizin behandelt mittels operativer Durchtrennung der Stränge, die zur Beugung der Finger führen. Wenn die Stränge oberflächlich liegen, gut tastbar unter der Haut, werden sie gegebenenfalls mithilfe von Nadeln durch die Haut hindurch (perkutan) durchtrennt (Nadelfasciotomie). Neuer ist eine Behandlung mit einem Medikament möglich, welches in den Strang gespritzt wird und diesen dann an der Infiltrationsstelle auflöst. Sind die Stränge nicht sicher tastbar, müssen sie über grössere Schnitte im Bereich der Handinnenfläche herausoperiert werden. Bei schwereren Fällen müssen häufig auch die verkürzten Gelenkkapseln der Fingergelenke gelöst werden. Manchmal braucht es eine kleine Hautverpflanzung oder -verschiebung, um die betroffene Stelle ganz verschliessen zu können.


Wie sieht die naturheilkundliche Behandlung gegen Dupuytren-Erkrankung aus?

Auch hier ist das Ziel der Behandlung die Beugefehlstellung der Finger möglichst rückgängig zu machen oder aufzuhalten und so die Handfunktion wieder zu verbessern. Der Mensch wird als Individuum betrachtet unter berücksichtigung seiner Individualkonstitution. Die naturheilkundliche Behandlung sollte so früh wie möglich erfolgen, um eine Operation zu vermeiden. Aber selbst im Zuge der schulmedizinischen Behandlung kann naturheilkundliche behandelt werden.


Leiden Sie unter Morbus Dupuytren? Und jetzt?