Faszien


Faszien


Es ist der Verdienst der Naturheilkunde, dass das Thema Faszien so populär wurde!


Faszien was ist das genau?

Faszie (auch Fascie, Entlehnung aus dem Lateinischen fascia für „Band“, „Bandage“) bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes. Das Bindegewebe besteht aus kollagenen Fasern, bisher hatte man dieses Gewebe in der Forschung vernachlässigt. Durch die Bemühngen von Therapeuten und neueste Technik in der Forschungen, wurde das Bindegewebe allgemein und die Faszien untersucht, dabei zeigte sich u.a. das die Übergänge fliessend sind. Deshalb wird das Bindegewebe auch als Faszien bezeichnet. 


Wo befinden sich die Faszien genau?

Die Faszien umschliessen einzelne Muskelfasern sowie Muskelbündel, das fasziale Gewebe ist weiss und kann je nach Ort und Intensität unterschiedlich dick sein.

Sie verbinden als Sehnen die Muskeln mit den Knochen, und als Bänder die Knoch untereinander und als Gelenkkapseln umhüllen sie die Gelenke. Organe werden auch von Faszien umhüllt dadurch werden diese u.a. zusammen oder am entsprechenden Ort gehalten. 


Faszien werden in drei Gruppen eingeteilt - in oberflächliche Faszien, tiefe Faszien und viszerale Faszien. Und es gibt zwei Arten von Faszien, netzartige welche die Organe umhüllen und seilartige wie die Sehnen.


Was ist die Aufgabe der Faszien?

Faszien übertragen die Kraft der Muskel, haben selber aber auch die Fähigkeit sich zusammen zu ziehen und zu dehnen wie eine Feder, wodurch es beispielsweise beim Springen zusätzlich Sprungkraft entsteht. Auch sparen die Muskeln so an Kraft wodurch eine längere Leistung wie stundenlanges gehen möglich ist.

Wenn wir mit den Händen ein Schaubglas öffnen wollen und es klemmt und wir die Kraft aus der Beckenbodenmuskulatur zu Hilfe nehmen und es geht dann, da waren dann auch die Faszien beteiligt. Bisher sprach man von Muskelfaserriss nun ist man auch der Ansicht das diese Fasern nur selten reisen, und es sich um Faszienrisse handelt. Beim bekannten Muskelkater handelt es sich nach neueren Forschungen auch zusätzlich um Faszienkater.


Das Fasziengewebe dient auch als Wasserspeicher und ist ein Teil des Immunsystems, da die Faszien  Lymphflüssigkeit enthalten und transportieren Abfallstoffe in Richtung Lymphkanäle, wo die Abfallstoffe abtransportiert werden.

Andererseits befinden sich sogenannte Fresszellen im Fasziengewebe, die Mikroorganismen und Gewebetrümmer enzymatisch auflösen können.

In den Faszien hat auch Rezeptoren die unsere Körperhaltung messen in Verbindung mit dem Sehsinn und dem Gleichgewichtsorgan im Ohr. Die Körperwahrnehmung läuft auch über die faszialen Dehnrezeptoren. Nicht schlecht oder?


Schmerzen durch Faszienverklebungen?

Verklebte Faszien sind die Ursache vieler Beschwerden und chronischer Schmerzen von Gelenkschmerzen über Nacken-, Schulter-, Rücken- oder Bauchschmerzen bis hin zu undefinierbaren Schmerzen. 

Die Faszien zwischen den Organen und Muskeln reiben sich aneinander, dank eines Schmiermittel-Gels ohne Schmerzen. Bei Bewegungsmangel oder Fehlhaltungen bilden die Schmiermittelzellen weniger Gel, reiben die Fasien der Muskeln aneinandertreten Schmerzen auf. Faszien sind sehr schmerzempfindlich, sie enthalten z.B. 6x mehr Nerven(-Enden) als Muskeln.

Die Faszien können sich Verkleben (Verfilzen), verdicken und verhärten sowie unbeweglich werden wodurch Schmerzen ausgelöst werden, sie können über die Nervenenden auch Schmerzen übertragen zu anderen Regionen.

Faszien können Kalzium einlagern und verkalzifizieren, was auch Schmerzen nach sich zieht. Und Faszien können sich entzünden.


In der Forschung waren die Faszien und das Bindegewebe bisher nicht beachtet worden, auch weil im Röntgen, MRT und CT kaum zu sehen ist wenn die Faszien sich verändern. Mit speziellen Ultraschalgeräten ist das anderst. Gut zu wissen: Ein erhöter Muskeltonus weist auch auf verklete Faszien hin, als erfahrener Therapeut kann ich die Elastizität der Faszien manuell messen.


Leiden Sie unter Bindegewebebeschwerden? Und jetzt?