Lipödem


Lipödem

Beim Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa) ist die Struktur des Fettgewebes in der Unterhaut verändert. Das Fett lagert sich im Unterhautgewebe an, von wo es kaum mehr mobilisiert werden kann, durch eine vermehrte Durchlässigkeit der Kapillarwand für Eiweiss. Das Eiweiss bleibt im Gewebe, wo es die Wasser-Fett-Mischung an sich bindet. Es entstehen eiweissreiche Wasser-Fett-Einlagerungen bzw. Ödeme. Die Lymphgefässe können dabei Wasser nicht richtig abtransportieren, was schliesslich zu einem chronischen Lymphödem führt. So dass allein Diäten zur Gewichtsabnahme meist wirkungslos bleiben, zumindest an den vom Lipödem betroffenen Körperzonen. Durch den Austritt von Eiweiss und Flüssigkeit ins Bindegewebe kommt es zu einem Mangel an Flüssigkeit im Blutgefässsystem. Und es kommt es zu einer Fibrosierung (Vermehrung des Bindegewebes) und Narbenbildung des subkutanen Fettgewebes. Diese Narben kann man dann unter der Haut tasten.


Die Krankheit kann auch bei normalgewichtigen Frauen auftreten, hat also mit Adipositas nicht zwingend etwas zu tun. Daher helfen auch die üblichen Diäten zur Gewichtsabnahme nicht wirklich weiter. Wer daher am Lipödem erkrankt ist, macht oft viele Diäten und viel Sport und nimmt auch tatsächlich am Oberkörper und im Gesicht ab, nicht aber an den Beinen. Es sitzt hartnäckig und treibt die Frauen in Verzweiflung – und teilweise zu schweren psychischen Belastungen - oftmals durch das nähere Umfeld verursacht. Zu den Massnahmen beim Lipödem gehören natürlich ebenfalls eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise. Zusätzlich sind aber auch ganz spezifische Massnahmen erforderlich.