Pfeiffersches Drüsenfieber


Epstein-Barr-Virus Infektion (infektiöse Mononukleose, Pfeiffersches Drüsenfieber)

Epstein-Barr-Virus Infektion (infektiöse Mononukleose, Pfeifersches Drüsenfieber)

Einleitung

  • Die infektiöse Mononukleose, auch Pfeiffersches Drüsenfieber genannt, wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst. Michael Epstein und Yvonne M. Baar entdeckten den Virus erstmals 1964 in B-Lymphozyten bei einem afrikanischen Patienten mit Burkitt-Lymphom. Das Epstein Barr Virus gehört zur Familie der Herpesviren und trägt auch die Bezeichnung Humanes Herpes Virus 4 (HHV 4).
  • Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbrechen der Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt10 bis 50 Tage.
  • Die Infektion kann sowohl unauffällig (latent) verlaufen, so dass in der Regel keine Symptome auftreten, das ist bei Kleinkindern häufig der Fall. Bei 30-60% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, im Altersgipfel zwischen 15 bis 19 Jahren kommt es zum Ausbruch des Pfeifferischen Drüsenfiebers (infektöse Mononukleose). Untersuchungen zu folge sind ab dem 40. Lebensjahr 98 Prozent der Menschen mit EBV infiziert. Nach einer symptomlosen oder symptomatischen EBV-Infektion verbleibt (persistiert) das Virus das ganze Leben im Körper. Nach durchgemachtem Pfeifferischer EBV-Infektion bleibt man normalerweise lebenslang immun, und kann sich also nicht erneut mit Pfeiffer'schem Drüsenfieber anstecken. Aber wie bei allen Herpesviren, kann es auch nach bereits durchgemachtem Pfeiffer’schen kann es in besonderen Situationen (wenn das Immunsystem geschwächt ist) erneut aktiviert werden. In der Regel wird diese Reaktivierung vom Träger nicht bemerkt und schnell durch sein Immunsystem eingedämmt. Besteht eine Immunsuppression (z. B. bei HIV-Infizierten oder bei Organempfängern), kann sich das Virus unkontrolliert vermehren und zur Entstehun von verschiedenen Krebserkrankungen beitragen.

Symptome

  • Das Epstein Barr Virus infiziert zunächst den Mund- und Rachenraum sowie die B-Lymphozyten (bestimmte Zellen des Immunsystems, die zu den weissen Blutkörperchen gehören).
  • Wenn Kinder unter 10 Jahren erkranken, verläuft die Infektion oft sehr mild, z. B. mit einigen Tagen Abgeschlagenheit und leichtem Fieber.
  • Die Infektion kann sowohl unauffällig (latent) verlaufen, was bei Kleinkindern häufig der Fall ist, oder die typischen Symptome hervorbringen (vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, im Altersgipfel zwischen 15 bis 19 Jahren).
  • Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Glieder- und Muskelschmerzen und (grippeähnliche Symptome).
  • Halsentzündung (Tonsillopharyngitis; Mandelen- und Rachentzündung) mit Schluckbeschwerden und gelblich-weisse Belägen auf den Mandeln bei 70 bis 90 % der Patienten, besonders am Anfang.
  • Starke Halsschmerzen, Heiserkeit.
  • Verengung des Isthmus faucium (durch die Gaumenbögen gebildete Engstelle).
  • Wenn das Immunsystem dem Virus nicht beikommen kann, kommt es nun zum sogenannten Pfeiffer’schen Drüsenfieber mit hohen Fieber bis zu drei Wochen (das im Verlauf der Erkrankung mal steigt, mal sinkt), und zu ausgeprägten, über den ganzen Körper verbreiteten Lymphknotenschwellungen (generalisierte Lymphadenopathie), vor allem am Hals und im Kiefernwinkel, Achseln und Leiste über mehrere Wochen.
  • Und einer noch stärkeren Müdigkeit, die drei Wochen lang anhalten kann. Normalerweise klingen die akuten Symptome nach etwa drei Wochen ab. Allerdings kann es noch viele weitere Wochen oder sogar Monate dauern, bis die anhaltende Müdigkeit und die Abgeschlagenheit überwunden sind und man sich wieder voll leistungsfähig fühlt. Vor allem bei Abwehrgeschwächten und im Erwachsenenalter neigt die Mononukleose zur Chronifizierung.
  • Milzvergrösserung (Splenomegalie) bei 50 bis 60 % der Patienten, vor allem in der 2. oder 3. Krankheitswoche.
  • Lebervergrösserung bis hin zur Leberentzündung (Hepatitis) mit Leberwerterhöhungen (bei 15-25 % der Patienten).
  • Wenn das Virus die Leber oder die Milz befällt können diese Organe sodann anschwellen, was sich in Bauchweh und Übelkeit äussert.
  • Flüchtige Hautausschläge (Exantheme), die an Masern erinnern; grobfleckig, zusammenfliessend (konfluierend), bei 5 % der Patienten.

Komplikationen

  • Verschliessen (Obstruktion) der Atemwege durch starke Schwellung des Gewebes.
  • Milzschwellung undn bei körperlicher Überanstrengung Milzriss (mit Schmerzen im linken Oberbauch).
  • Leberschwellung, Hepatitis mit Gelbsucht (Ikterus).
  • Pankreatitis, Meningitis, Myokarditis.
  • Das Epstein-Barr-Virus zählt zu den onkogenen Viren, und wie allen Herpesviren, kann es in besonderen Situationen (wenn das Immunsystem geschwächt ist) erneut aktiviert werden. In der Regel wird diese Reaktivierung vom Träger nicht bemerkt und schnell durch sein Immunsystem eingedämmt. Besteht eine Immunsuppression (z. B. bei HIV-Infizierten oder bei Organempfängern), kann sich das Virus unkontrolliert vermehren und zur Entstehun von verschiedenen Krebserkrankungen beitragen. Laut derzeitigem Stand der Wissenschaft gehören dazu Morbus-Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs), Burkitt-Lymphom und weitere Lymphome. Leukämie, Magenkrebs und Nasenrachenkrebs. Brust­krebszellen sind häufig mit EBV infiziert, ohne das ein ursächlicher Zusammenhang gesehen wird.
  • Das EBV Virus hat wie einige andere Viren auch (CMV, Herpes simplex, Chlamydia pneumoniae, Coxsackie Viren, FSME, Masern, Polio) eine Affinität zum Nervensystem. Durch EBV Infektion besteht ein erhöhtes Risiko an einem Guillain-Barré-Syndrom zu erkranken.
  • EBV kann bei Menschen mit Gendefekt, irgendwann später in der Schilddrüse reaktiviert werden und dort Autoimmunprozesse wie Hashimoto auslösen.
  • Weitere Autoimmunerkrankungen die mit EBV in verbindung gebracht werden sind: Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes und womöglich noch vielen weiteren Krankheiten mit bisher unerklärter Ursache. Das Virus ist eventuell auch nicht der alleinige Auslöser dieser Krankheitsbilder, aber sicher ein wichtiger Faktor, der das Erkrankungsrisiko erhöht. Auch das Chronische Erschöpfungssyndrom sowie die Encephalitis lethargica werden mit dem Virus in verbindung gebracht.
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (chronische Müdigkeit). Ein Postvirales Ermüdungssyndrom kann auch bei Salmonellosen, Coxackie-Viren, Impftoxine auftreten, die Leber, Milz und Pankreas belasten.

Ursachen

  • Das Epstein-Barr-Virus ist überall verbreitet, sodass ein Grossteil der Bevölkerung sich bis zum Erwachsenenalter damit infiziert (über 95 % der westeuropäischen Bevölkerung bis zum 30. Lebensjahr). Je nach Hygieneverhältnissen erfolgt die Infektion in Entwicklungsländern während des frühen Kindesalters, in reicheren Industrienationen hingegen erst in der Adoleszenz.
  • Der Infektionsweg ist über Körperflüssigkeiten v.a. Speichelkontakt (z. B. beim Küssen), dann Tröpfcheninfektion (Niesen), seltener über Bluttransfusion und Organtransplantationen.
  • Problematisch wird es wenn Komplikationen auftreten im Heilunungsverlauf, Ursache dafür kann genetisch sein, oder ein geschwächtes Immunsystem z. B. durch Amalgamintoxikation und weitere Umweltgifte etc. in Kombination, die das Immunsystem schwächen.
  • Stress und Stressfaktoren können ein schlummerndes Epstein Barr Virus aktivieren.

Diagnose

  • Zungendiagnostik
  • Irisdiagnostik
  • Kinesiologischer Muskeltest, Pendel.
  • Bluttest: Während einer akuten Infektion: IgM-Antikörper. Ab sechs bis acht Wochen nach Beginn der Symptome: IgG-Antikörper. Letztere zeigen an, dass das Virus in die Latenzphase, also die inaktive Phase übergegangen ist und schliessen somit eine akute Infektion aus. Bei einer akuten Infektion steigt die Zahl der Lymphozyten (Lymphozytose) und auch die Leberwerte verschlechtern sich zusehends. Es können ferner die typischen mononukleären Virozyten im Blutausstrich gefunden werden (die mit dem Virus befallenen Zellen). Das Virus selbst könnte man auch nachweisen, was jedoch nichts nützt, da ja fast jeder infiziert ist und man dann noch lange nicht weiss, ob es für die augenblicklichen Beschwerden verantwortlich ist oder diese andere Ursachen haben. Die Ausscheidung von infektiösem EBV im Speichel kann nach Verschwinden der Krankheitssymptome noch Monate bis Jahre andauern, wodurch Speichelkontakte mit der betroffenen Person zur Infektionsübertragung führen können. Andere, seltenere Infektionsquellen sind Bluttransfusionen und Organtransplantationen.
  • In jedem Fall sollte bei Verdacht auf das Pfeiffer’sche Drüsenfieber (bei anhaltenden Lymphknotenschwellungen sowie Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden und Fieber) der behandelnde Hausarzt bzw. Kinderarzt konsultiert werden. Die Diagnose kann nur ärztlich gestellt und bestätigt werden, z. B. über Laboruntersuchungen des Blutes zum Nachweis erhöhter Werte für bestimmte weisse Blutkörperchen (Lymphozyten) oder Antikörpernachweise.

Differenzialdiagnose

  • Von Viren ausgelöste Halsschmerzen (Erkältung), Streptokokken-Angina, Grippe, akute Infektion mit dem Cytomeglovirus, Lymphatische Leukämie, Lymphogranulomatose, Diphtherie, Sepsis, Lues, Typhus, Mumps, tuberkulöse Drüsenerkrankungen, akute HIV-Infektion und Toxoplasmose. Eine Erstinfektion mit dem humanen Herpesvirus HHV-6 (Dreitagefieber) im Erwachsenenalter verursacht ähnliche Beschwerden wie eine Mononukleose.

Allopathie (Schulmedizin)

  • Eine spezifische, kausale Therapie gegen das Pfeiffer’sche Drüsenfieber gibt es in der Schulmedizin nicht. Die Behandlung dient der Linderung der Beschwerden und richtet sich deshalb nach den Symptomen. Verordnet werden etwa Ibuprofen oder Diclofenac gegen das Fieber und die Gliederschmerzen. Da häufig auch die Leber von der Infektion betroffen ist, sollten leberschädigende Mittel, wie z. B. Paracetamol nicht gegeben werden.
  • Antibiotika kommen nur zum Einsatz, wenn sich zusätzlich noch eine bakterielle Infektion ergeben hat. Bei schweren Verläufen, wenn die geschwollenen Rachenmandeln zu starke Beschwerden verursachen und das Atmen behindern, werden kurzfristig die Gaumenmandeln entfernt.
  • Manchmal werden in schweren Fällen antiviral wirksame Medikamente gegeben. Doch ist z. B. Aciclovir, ein häufig verordnetes Virostatikum, beim Epstein Barr Virus so gut wie gar nicht wirksam.
  • Bei gewissen Medikamenten wie Amoxicillin oder Ampicillin, tritt bei ca. 3 Prozent ein Hautausschlag (Arzneimittelexanthem) wie Petechien auf.

Naturheilkundliche Therapie

  • Auch gegen Epstein-Barr-Virus Infektion (infektiöse Mononukleose, Pfeifersches Drüsenfieber) ist ein Kraut gewachsen. In meiner Naturheilpraxis behandle ich u.a die Grundkonstitution, diese wird ganzheitlich betrachtet und gestärkt, so dass Viren und Bakterien, Pilze einem weniger anhaben können. Dadurch können auch schwere Folgekrankheiten verhindert oder sehr abgemildert werden. Nach einer Ausführlichen Besprechung, Irisdiagnostik, Zungendiagnostik, gibt es noch eine ausführliche Beratung und darauf aufbauend die naturheilkundliche Behandlung mit Heilpflanzen, Homöpathie etc.
  • Leiden Sie unter Epstein-Baar-Virus-Infektion? Und jetzt? Wär es nicht ein Versuch wert einen anderen Weg zu gehen?