Schilddrüsenüberfunktion


Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)


Bild: Hervortretende Augen (Exophtalmus) bei Schilddrüsenüberfunktion

Foto ist aus dem 

Fachbuch; Repertorium der Krankheitsursachen.

Die Schilddrüse, deren Gestalt einem Schmetterling ähnelt, sitzt unterhalb des Kehlkopfs.


Die Funktion der Schilddrüse wird durch das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) der Hirnanhangdrüse gesteuert. Aus Eiweiss und Jod produziert die Schilddrüse die wichtigen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), diese gibt sie direkt in das Blut ab  (= endokrine Drüse).


Die Schilddrüsenhormone haben wesentliche Funktionen in der Regulation von Stoffwechselprozessen in beinahe jeder Zelle des Körpers. Bei einer Überfunktion bildet die Schilddrüse zu viele dieser Hormone. Die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) beeinflussen z.B. den Grundumsatz, das Herz-Kreislauf-System, die Atemregulation, die Bildung roter Blutkörperchen, die Darmfunktion, den Knochenstoffwechsel, den Muskelstoffwechsel, den Lipid- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie den Umsatz anderer Hormone. Auch die  kognitive (Wahrnehmen, Denken, Erkennen) Leistungsfähigkeit und psychische Befindlichkeit sind in einem erheblichen Umfang von der Schilddrüsenfunktion abhängig. Wie alle Hormondrüsen beeinflusst sie neben dem zentralen Nervensystems auch unsere Stimmungslage, was wir als „Persönlichkeit“ oder „Charakter“ bezeichnen.


Ursachen für Schilddrüsenüberfunktion 

  • Morbus Basedow (Immunhyperthyreose) durch Überaktivität aller Schilddrüsenzellen. Neben einer erblich bedingten Veranlagung gelten Virusinfektionen sowie äussere Faktoren (Umwelteinflüsse) als mögliche Auslöser. Im Fall des Morbus Basedow aktivieren dann Antikörper fälschlicherweise die Hormonproduktion im Schilddrüsengewebe: Ein gegen körpereigene Antigene gerichteter Antikörper (sog. Autoantikörper) ahmt die Wirkung des schilddrüsenstimulierenden Hormons (Thyreoidea-stimulierendes Hormon, TSH) nach. Die Autoantikörper heissen TRAK (TSH-Rezeptora utoantikörper). Als Folge bildet die Schilddrüse eine unkontrolliert grosse Menge an Schilddrüsenhormonen – es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Da solche autoimmunen Vorgänge die basedowsche Krankheit auslösen, heisst sie fachsprachlich auch immunogene Hyperthyreose oder Immunhyperthyreose. Morbus Basedow, ist die häufigste Ursache für die Überfunktion der Schilddrüse, Frauen sind fünfmal häufiger betroffen als Männer (Verhältnis 5:1). Jährlich tritt Morbus Basedow etwa bei 40 von 100.000 Menschen auf, ein Drittel der Betroffenen ist jünger als 35 Jahre.
  • Schilddrüsenautonomie, ein weiterer häufiger Auslöser der Schilddrüsen-überfunktion, findet sich bei Frauen öfter als bei Männern; das Verhältnis beträgt hier 4:1. Die Schilddrüsenautonomie kommt vor allem bei älteren Menschen vor.Unter "Autonomie" versteht man in diesem Zusammenhang, dass die Schilddrüse unabhängig von äusseren Einflüssen nach ihren eigenen Gesetzen funktioniert. Im Fall der Schilddrüsenautonomie bedeutet dies, dass sich die bedarfsgerechte Hormonbildung von der Kontrolle durch die übergeordneten Zentren im Gehirn – Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) – entkoppelt. Die Schilddrüsenautonomie hat ihre Ursachen in der Regel in einem Jodmangel. Von der Autonomie können die gesamte Schilddrüse oder aber nur bestimmte Bereiche betroffen sein. Einen solchen Bereich bezeichnet man als autonomes Adenom.
  • Hormonbildende Tumore der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
  • Störungen der Hirnanhangdrüse, welche das TSH (Thyreoideastimulierendes Hormon) steuert.
  • Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)
  • Subakute Thyreoiditis de Quervain: schmerzhafte Schilddrüsenentzündung, die meist mit grippeartigen Beschwerden einhergeht.
  • Strahlenthyreoiditis, infolge einer Strahlentherapie im Halsbereich oder einer Radiojodtherapie.
  • Einnahme von zu grossen Mengen von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform (Hyperthyreosis factitia oder Thyreotoxicosis factitia).
  • Iodinduzierte Hyperthyreose
  • Substanzen wie Amalgam, Amiodaron, Bleitetraethyl, Chlorophenotan, Cocain, Dinitrophenol und -kresol, Dioxin [TCDD], Entero-Vioform, Iod, Iodide, iodhaltige Kontrastmittel, Iodsalze, Behandlung mit iodhaltigen Lösungen oder Tinkturen, Iodopyrin, Kohlenoxyd, Lithium, Lobelin, Pentachlorphenol, Tabakrauch [evtl.], Terbutalin, Thallium [akute], Thyroxin, Triamcinolon, Valproat. Dann Infektionen (selten bei erworbener Syphilis im 2 und 3 Stadium), nach Hepatitis A+B Impfung, genetisch bedingt durch hereditäre Tuberkulose (aus dem Buch: Repertorium der Krankheitsursachen, H.P. Exer, 2014).
  • Frauen haben etwa 4-mal so oft Schilddrüsenerkrankungen wie Männer. Grund dafür sind Hormonumstellungen in bestimmten Lebensphasen, wie etwa in der Schwangerschaft, Ovulationshemmer (wie durch die Hormonspirale Jaydess).


Menschen die an Schilddrüsenüberfunktion leiden erfahren das oft durch Klinische Untersuchungen Ihres Arztes oder Endogrinologen. Die Schulmedizinische Therapie ist leider oft einseitig, es besteht die Gefahr der rein symptomatischen Behandlung. Die kombinierte Therapie mit der Naturmedizin ist aber möglich und auch sinnvoll bei der Hyperthyreose.


Die Hyperthyreose ist leichter zu behandeln, bevor mit der allopathischen (schulmedizinischen) Medikation begonnen wird da die Symptome noch kla auf das passende Heilmittel weisen. Aber auch wenn Sie schon Medikamente nehmen ist eine kombinierte Therapie möglich. Ziel meiner naturheilkundlichen Therapie, ist die Behandlung der zugrundeliegenden Ursache der Regulationsstörung z.B. wenn eine Hormionspirale die Hyperthyreose auslöste, sollte diese entfernt werden um unterdrückende Behandlungen mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffene zu vermeiden. 


Leiden Sie unter Schilddrüsenüberfunktion? Und jetzt?