Schizophrenie


Schizophrenie

Schizophrenie was ist das?

Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler, gab dem Krankheitsbild 1911 den Namen Schizophrenie. Der Name selbst ist schlecht gewählt. Schizophrenie kombiniert zwei griechische Wörter: „schizo“ – ich spalte und „phren“ – Geist. Bezeichnet wird also dem Wortsinn nach das, was heute als Persönlichkeitsspaltung oder Multiple Persönlichkeit bezeichnet wird. Bei Schizophrenie handelt es sich um keine Persönlichkeitsspaltung. Menschen mit Schizophrenie erleben vielmehr eine andere Realität und reagieren auf diese Wirklichkeit häufig in einer für uns schwer verständlichen Art und Weise.


Schizophrenie ist ein Oberbegriff für zum Teil sehr unterschiedlich verlaufende Erkrankungen. Heute spricht man deshalb häufig wissenschaftlich korrekt von „Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis“ oder von schizophrenen bzw. kognitiven Psychosen. Schizophrenie betrifft weltweit etwa 0,7-1 Prozent aller Menschen, meist sind es Männer.


Symptome

Die ersten Anzeichen der Erkrankung nehmen oft Freunde und Angehörige wahr, in seltenen Fällen auch die Erkrankten selbst. Häufig entsteht der Eindruck, dass sich die betroffene Person stark verändert. Sie ist auf einmal nicht mehr sie selbst. • Schizophrenie ist eine Gruppe von Krankheitsformen, daher können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Jede Schizophrenie ist so einzigartig wie der Mensch, der sie erlebt. Oft fehlen manche Symptome komplett, andere sind nur schwach oder aber ganz extrem ausgeprägt. Eine fundierte Diagnose kann deshalb nur von einem Facharzt getroffen werden und sie braucht in der Regel Zeit.


Therapie

Die Schulmedizin verordnet Antipsychotika (Neuroleptika), um die Symptome zu lindern. Begleitend stehen Psychotherapien und soziotherapeutische Interventionen zur Verfügung. Zu letzteren gehören beispielsweise Hilfe zur Reintegration im Alltag/Berufsleben oder auch ambulante und stationäre Behandlungen. Antipsychotika scheinen besonders in den ersten Monaten der Behandlung zu wirken, langfristig sind die therapeutischen Erfolge jedoch eher beschränkt. Denn fast 80 Prozent der Patienten erleben trotz der Medikamente Rückfälle in die typischen Symptome und leiden erneut unter Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Gleichzeitig können nach langfristiger Einnahme der Medikamente irreversible Nebenwirkungen auftreten, wie z.B. die sog. Spätdyskinesien. Sie zeigen sich in seltsamen Gesichtsbewegungen (Zuckungen, Schmatzen, Blinzeln etc.).

Das Ergebnis einer norwegischen Studie, die sich mit der Wirkung von Neuroleptika in der Schizophrenie-Therapie beschäftigte, wurde in der Fachzeitschrift BMC Research Notes publiziert. Erst nach eingehender Überprüfung des Studieninhaltes durch Experten wurde festgestellt, dass die gesamte Studie auf falschen Datensätzen basierte und das Ergebnis somit absolut haltlos war. Wäre dieser "kleine Fauxpas" nun ein Einzelfall, so könnte man noch darüber schmunzeln. Leider werden derartige Studien jedoch weitaus häufiger veröffentlicht als Sie es sich vorstellen können.

Es handelt sich hier um jene Wissenschaftler, die andauernd den Mangel an glaubwürdigen Beweisen für die Wirksamkeit natürlicher Heilweisen beklagen und sie aus diesem Grund öffentlich anzweifeln oder gar als gefährlich einstufen. Von Beginn des Jahres 2000 an hat sich die Anzahl der zurückgezogenen Artikel zu veröffentlichten Studien beinahe um das Zehnfache erhöht. Der Wissenschaftler Ashutosh Jogalekar schreibt in Bezug auf diesen enormen Anstieg in einem Beitrag für die Zeitschrift Scientific American: Die Wissenschaft hat sich stark verändert. Sie befindet sich in einem ungeheuerlichen Wettbewerb mit sehr hohen Einsätzen. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass diese Art von Druck durchaus auch dazu beitragen kann, hier mal einen Datenpunkt in das Diagramm einzufügen und dort ein paar Testwerte zu optimieren. All dies geschieht, um einen eigenen Artikel in einer einflussreichen Fachzeitschrift publizieren zu können, wodurch Position, Anerkennung und Ruhm gewährleistet werden. 


Leiden Sie unter Schizophrenie? Und jetzt?