Bindegewebsschwäche


Bindegewebsschwäche


Aus dem Mesenchym bestehen verschiedene Gewebe des Körpers wie Bindegewebe, Knorpelgewebe, Knochen, Zahn-Pulpa, Faszien (wie Sehnen), quergestreifte und glatte Muskulatur in den Gefässen und Herzmuskel, Nieren und Nebennierenrinde, Blutgefässe und Lymphgefässe. Umgangsprachlich wird Mesenchym oft als Bindegewebe bezeichnet. Das Bindegewebe durchzieht den ganzen Körper, umgibt Organe, Muskeln, Blut- und Nervenbahnen und sogar den ganzen Körper selbst mit einer schützenden Hülle. Ausserdem stabilisiert es alle Teile, hält sie in Form und an der richtigen Stelle im Körper. Mit seinen Kollagenfasern kann das Bindegewebe Wasser speichern und der Haut auf diese Weise Festigkeit verleihen, während es die eingebetteten elastischen Fasern strafft. Der Transport von Bau- und Verbrauchsstoffen sowie Informationen zur Steuerung der Zellinternen Prozesse verlaufen über das Bindegewebe. Und das Bindegewebe sorgt für den Abtransport von Abfallprodukten aus den Zellen in Richtung venöse Kapillargefässe. Sämtliche nutritiven, neurale und hormonelle Informationen und Impulse durchlaufen diese Transitstrecke. Nach Pischinger ist das Bindegewebe fast als Organ anzusehen, es verbindet Gefässe, Lymphe, Nerven etc. mit den Parenchymzellen, als Transitstecke, durch die sämtliche Nährstoffe zu Organen hin- und sämtliche Schlackenstoffe von Organen abtransportiert werden. In Ihm spielt sich zudem die gesamten lymphatischen und immunologischen Vorgänge ab.


Frauen haben von Natur aus, ein lockereres Bindegewebe als Männer. Damit es sich in der Schwangerschaft stark dehnen kann, sind bei ihnen die kollagenen Fasern nur parallel angeordnet. Die Struktur des männlichen Bindegewebes ist anders: Deren Fasern verlaufen kreuz und quer, bilden also ein richtiges Netz. Frauen neigen daher eher zu Bindegewebsschwäche als Männer. 


Symptome

  • Vermehrte Anlage zu allen Erkrankungen des Bindegewebes.
  • Mesenchyminsuffizienz: Bindegewebsschwäche (in seiner ganzen Tragweite, der in der Einleitung beschriebenen Organen und Funktionen) wie mangelnde Durchblutung des Bindegewebes und Nährstoffversorgung.
  • Zellstoffwechsel-Schwierigkeiten bei Zufuhr und Abtransport von Sauerstoff, Nährstoffen, neurale und hormonelle Informationen und Impulse.
  • Senkungen der Organe im kleinen Becken wie Uterusprolaps, Blasenschwäche, Organverschiebungen.
  • Lymphgefässschwäche, Lymphfluss beeinträchtig was zur Ansammlung von Flüssigkeiten (Ödemen) und Giftstoffen im Gewebe führt.
  • Venöse Insuffiziens wie Besenreiser und Krampfadern (Varizen), an Unter- wie Oberschenkeln. Hämorrhoiden.
  • Arterielle Insuffizens, Aorten- und Mitralklappenprolaps
  • Wirbelsäulensyndrome, Wirbelverschiebungen, Gleitwirbel
  • Kollagen-Erkrankungen wie Bandscheibenprobleme (Vorfall, Degeneration)
  • Bänder- und Sehnenschwächen, Gelenküberstreckbarkeit
  • Marfan-Syndroms (Genetisch bedingt): Betroffene sind meist überdurchschnittlich gross und schmal gebaut, ihre Bänder und Sehnen sind hyperflexibel und geben deshalb keinen Halt, so dass beispielsweise Gelenke leicht aus ihrer Pfanne rutschen. Erkrankungen der Augenlinse oder der Herzklappen machen Betroffenen im wahrsten Sinne das Leben schwer. Auch die Wände der Aorta, der Hauptschlagader, sind bei einigen äusserst fragil. Daher schweben sie permanent in Lebensgefahr. Häufig leiden die Betroffenen an einem Aneurysma, einer lebensbedrohlichen Aussackung an der Aorta. Der Grund für all diese krankhaften Veränderungen ist ein fehlerhafter Aufbau des Fibrillins, einem weiteren wichtigen Bestandteil des elastischen Bindegewebes. Ein bis zwei von 10.000 Menschen leiden unter dieser Krankheit. 
  • Zwerchfelldurchbruch v.a. bei Menschen die stark übergewichtig sind und zugleich schwaches Bindegewebe haben, kann es leicht zu einem Zwerchfelldurchbruch kommen. Wird der Magen nicht mehr ausreichend vom umgebenden Gewebe gehalten, wird der vordere Magenabschnitt durch die natürliche kleine Öffnung im Zwerchfell nach oben Richtung Speiseröhre gedrückt. Und dann kann Magensäure in die Speiseröhre zurücklaufen (Säurereflux). Eine Gewichtsabnahme, Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und manchmal eine spezielle Darmsanierung können die Beschwerden deutlich verbessern. Nützt dies alles nichts kann in der Regel nur ein chirurgischer Eingriff in 90% der Fälle helfen. 
  • Nabel- oder Leistenhernie (Leistenbruch), 70 bis 80 Prozent der Fälle betreffen Männer ab dem mittleren Alter. Eine Operation ist meist nicht zu umgehen.
  • Orangenhaut (Cellulite) bildet sich vor allem im fortgeschrittenen Stadium einer Bindegewebsschwäche. An den Oberschenkeln sind kleine Vertiefungen erkennbar, die sich auch am Gesäss oder Bauch zeigen. Cellulite wird durch die vermehrte Einlagerung von Fett hervorgerufen. 
  • Hautvertiefungen (Dellen in der Haut), Dehnungsstreifen
  • Schlaffes Gewebe, Spannkraft verlust, an Oberschenkeln, Bauch und Po, Busen (Hängebusen) deutlich an sprich das Gewebe erschlafft. Durch Hormonmangel, wie 2 Jahre nach der Menopause.
  • Schlaffes Bindegewebe an Oberschenkel und -armen
  • Falten und Tränensäcke unter den Augen
  • Neigung zu blauen Flecken (beim Anschlagen), da die Blutgefässwände schwach sind.
  • Besenreiser (blau-rot verästelte gestaute Venen) auch Besenreiservarizen genannt, breiten sich wie eine Art Reisigbesen unter der Haut aus und tragen daher ihre Bezeichnung. Besenreiser entstehen, wenn sich das Blut in den Venen staut, weil die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren oder überlastet sind. Dies führt dazu, dass die kleinen Gefässe ausleiern und unter der Haut in Form von dünnen blau-roten Verästelungen sichtbar werden. Eine direkte Gefahr geht von Besenreisern nicht aus, allerdings können sie Hinweise auf andere Venenleiden geben. Vorkommen z. B. an den Aussenseiten der Oberschenkel durchschimmernde, Äderchen.
  • Verletzungen und Erkrankungen heilen nicht so leicht aus
  • Tendenz zur frühen Alterung der Gewebe
  • Immunschwächen (=> Chronische Entzündungen).
  • Mental wechselhaft belastbar


Therapie

Um die Beschwerden durch Bindegewebsschwäche beheben zu können,

gilt es die Ursache zu finden, dazu ist eine ausführliche Anamnese sinnvoll sowie ganzheitliche Analyse und Beratung.


Leiden Sie Bindegewebsschwäche? Und jetzt? Wäre es nicht ein Versuch wert einen anderen Weg zu gehen?