Naturheilpraxis Exer
Mikronährstofftherapie


Mikronährstofftherapie 


Die Bedeutung von Mikronährstoffen für Ihre Gesundheit

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (Mikronährstoffe) sind essenziell für die Hormonproduktion, die Immunabwehr (Immunsystem), das Herz-Kreislauf-System sowie für die Muskulatur und die kognitiven Leistungen (Gehirnfunktionen). Ein Defizit an diesen lebensnotwendigen Substanzen kann zu vielfältigen klinischen Symptomen (Gesundheitsstörungen) führen.


In der konventionellen hausärztlichen Praxis werden umfassende Nährstoffanalysen oft vernachlässigt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass ein klinisch relevanter Mangel – beispielsweise an Coenzym Q10 oder Vitamin D – nicht durch klassische Arzneimittel (Medikamente) therapiert werden kann, sondern eine gezielte Zufuhr spezifischer Wirkstoffe erfordert.


Individuelle Ursachenforschung
Das Fundament meiner Therapie bildet stets die ausführliche Fallaufnahme (Erstgespräch). Hierbei identifizieren wir die potenziellen Auslöser für einen Vitalstoffmangel (Mikronährstoff-Mangel), wie etwa chronische Stressbelastungen, Störungen der Darmbarriere (Darmstörungen), Fehlernährung, Umwelttoxine (Umweltgifte), Schwermetallbelastungen, Pilzbefall (Candida) oder hormonelle Defizite.



Indikationen: Wann ist eine Mikronährstoffanalyse sinnvoll?

Eine Analyse ist insbesondere bei folgenden Risikofaktoren oder Beschwerdebildern indiziert:

  1. Spezifische Symptomatik und unklare Beschwerden:
    • Chronische Erschöpfung und Leistungsschwäche (Fatigue-Syndrom).
    • Erhöhte Infektanfälligkeit (geschwächtes Immunsystem).
    • Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme oder Haarausfall.
    • Ausbleibender Behandlungserfolg (Therapieresistenz) bei bisherigen medizinischen Maßnahmen.
  2. Bestehende Erkrankungen:
    • Chronische Leiden wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Autoimmunprozesse.
    • Stoffwechselstörungen und hormonelle Dysbalancen.
    • Resorptionsstörungen im Verdauungstrakt (z. B. durch Darmerkrankungen oder Candida-Befall).
  3. Besondere Lebensumstände:
    • Einseitige Ernährungsgewohnheiten (z. B. vegetarische/vegane Lebensweise mit Fokus auf Vitamin B12, Eisen und Zink).
    • Einnahme von Wirkstoffen, die als Nährstoffräuber fungieren (z. B. orale Kontrazeptiva/„die Pille“, Magensäureblocker, Statine/Cholesterinsenker).
    • Besondere Phasen wie Schwangerschaft, Stillzeit, hohes Lebensalter oder Leistungssport.
    • Präventive Optimierung der Stoffwechselleistung im Rahmen eines Gesundheits-Check-ups.


Erkenntnisse aus der Praxisdiagnostik
Die Auswertung zahlreicher externer Laborbefunde zeigt regelmäßig, dass entscheidende Parameter unberücksichtigt bleiben. Eigene klinische Beobachtungen belegen: Jeder zweite Patient leidet unter einem Mangel an Coenzym Q10; bei jedem dritten Patienten finden sich Defizite an Speichereisen (Ferritin), dem „Mutterhormon“ Pregnenolonsulfat, Vitamin D oder Progesteron – oft bei gleichzeitiger Dominanz von Östrogen (Estradiol-Überschuss).


Ganzheitliche Labordiagnostik
Entscheidend für den Therapieerfolg sind nicht isolierte Messwerte mit oft zu weit gefassten Referenzbereichen, sondern die Analyse komplexer Stoffwechselmuster. Meine erweiterten Untersuchungen decken häufig signifikante Defizite bei B-Vitaminen, Mineralstoffen (Magnesium, Chrom, Zink, Selen), Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren auf.


Je nach Fragestellung nutzen wir unterschiedliche Probenmaterialien wie Blut, Speichel, Urin, Haare oder Stuhl. Insbesondere die Stuhlanalyse bietet tiefe Einblicke in die Darmgesundheit: Von Verdauungsenzymen (Pankreasenzyme) über Entzündungsmarker (Calprotectin, Alpha-1-Antitrypsin) und die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Zonulin) bis hin zur Zusammensetzung der Darmflora (Mikrobiom-Analyse). Diese differenzierte Diagnostik liefert die entscheidenden Informationen über Ihre interne Belastungssituation, die in der Standardmedizin zumeist unentdeckt bleiben.


Quelle: Dipl. NHP TEN, Hans Peter Exer, Luzern (Stand 14.01.2026)



    unsplash