Naturheilpraxis Exer
HPV-Infektion


Therapie von HPV-Infektion 


Immunsystem stärken gegen HPV-Infektion durch homöopathische Immunisierung


Was ist HPV 

Das Humane Papillomavirus (HPV) gehört zu einer Gruppe von denen inzwischen über 200 Varianten von humane Papilloma Viren-Typen identifiziert wurden.

Einige Varianten führen zu Haut- und Schleimhauterkrankungen. Die meisten HPV Varianten sind harmlos, aber einige von ihnen können Krebs auslösen.

Bestimmte Varianten von HPV sind bekannt dafür, Genitalwarzen zu verursachen. Andere können zu Gebärmutterhals-, Scheiden-, Schamlippen- und Kehlkopfkrebs führen. Eine HPV-Infektion ist die häufigste sexuell übertragbare Infektion durch vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr. Aber auch kleine Risse in der Haut schaffen das Terrain für einige HPV-Typen ohne sexuellen Kontakt z.B. über Schmierinfektion.


Krankheitsbild:

  • Zwei Drittel der HPV-Infektionen verlaufen ohne Symptome. Die Inkubationszeit (Ansteckung bis Ausbruch) kann 1-6 Monate dauern.
  • Durch HPV-Infektion treten Warzen auf, die je nach HPV-Typ an verschiedenen Körperteilen auftreten, diese Warzen werden nach ihrem Standort und Aussehen klassifiziert. Zu den häufigsten Warzen-Typen gehören gewöhnliche Warzen (Verruca vulgaris), Fusssohlenwarzen (Verruca plantaris), flache Warzen (Verruca plana) und Genitalwarzen (Condyloma acuminatum). Obwohl es mehr als 200 HPV-Typen gibt, kann nur eine kleine Anzahl dieser Stämme zu Warzen an bestimmten Körperregionen auf der Haut oder Schleimhaut führen. Warzen treten bevorzugt dort auf, wo die für die Papillomviren günstigsten Bedingungen herrschen: Ein feuchtes Milieu, eine dadurch aufgeweichte Haut (Mazeration) und kleinste Verletzungen der obersten Hautschicht (Epithelläsionen).
  • Hautwarzen durch HPV-Typen: HPV 1-5, 7, 10, 27, 57. Diese sind harmlos und können innerhalb von Wochen oder Monaten von selbst verschwinden.
  • Schleimhaut-HPV-Typen werden oft nach ihrem onkogenen Potenzial kategorisiert:
  1. Genitalwarzen durch HPV-Typen mit geringem Risiko: Dazu gehören HPV-6, HPV-11, HPV-40, HPV-42, HPV-43, HPV-44. Sie sind in erster Linie mit gutartigen Läsionen wie Genitalwarzen (Feigwarzen) und respiratorischer Papillomatose verbunden.
  2. Genitalwarzen durch HPV-Typen mit mittlerem Risiko für Gebärmutterläsionen: HPV-53, HPV-54, HPV-65, HPV-69, HPV-70, HPV-73, HPV-82.
  3. Genitalwarzen durch Hochrisiko-HPV-Typen: Dazu gehören HPV-16, HPV-18, HPV-31, HPV-33, HPV-35, HPV-39, HPV-45, HPV-51, HPV-52, HPV-56, HPV-58, HPV-59, HPV-66 und HPV-68. Diese Typen sind stark mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht, sie können verschiedene Krebsvorstufen und -erkrankungen auslösen, darunter Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen, sog. Zervixdysplasien (Pap-Veränderungen), Analkrebs, Oropharyngealkrebs, Vulvakrebs, Vaginalkrebs, Peniskrebs, Harnröhrenkrebs.
  • Ausser Dornwarzen sind Warzen durch HPV ansteckend. Virusreplikation und Keratinozytenproliferation: Sobald sie sich in den Keratinozyten befindet, entführt HPV die Wirtszellmaschinerie, um ihre DNA zu replizieren. Die viralen Proteine E6 und E7 spielen eine entscheidende Rolle in diesem Prozess, indem sie die Tumorsuppressorproteine p53 bzw. das Retinoblastomprotein (pRb) inaktivieren. Diese Inaktivierung führt zu einer unkontrollierten Zellproliferation, was zu den charakteristischen hyperkeratotischen Läsionen von Warzen führt. Immunantwort: Die Reaktion des Immunsystems auf eine HPV-Infektion reicht oft nicht aus, um das Virus vollständig zu beseitigen, was die Persistenz und das Wachstum von Warzen ermöglicht. HPV kann dem Immunsystem entweichen, indem es die Expression wichtiger Immunerkennungsmoleküle herunterreguliert, was zu einer chronischen Infektion führt.[1]


[1] Chandran Nambiar K. C., https://redefininghomeopathy.com/2024/06/12/mit-study-on-pathophysiology-of-warts-corns-and-condylomata/ - abgerufen 19.04.2025


Konventionelle Behandlung:

In der konventionellen Medizin gibt es kein Arzneimittel gegen diese Viren. Die konventionelle Therapie besteht in äusserlicher Anwendung von Medikamenten. Kondylome oder Zervixdysplasien werden in der Regel chirurgisch entfernt. Rezidive sind häufig.


Vorbeugung:

Die Vorbeugung betrifft beide Geschlechter. Es gibt eine HPV-Impfung mit neun HPV-Typen, wovon sieben krebsauslösend und zwei hauptsächlich für die Entstehung von Genitalwarzen verantwortlich sind. Aber der Beweis eines Schutzes und die Höhe der Wirksamkeit durch die Impfung ist keineswegs erbracht, dazu fehlen Langzeitstudien. 2008 forderten 13 Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen in einem unterzeichneten Manifest für eine «Neubewertung der HPV-Impfung». Die Autoren forderten „ein Ende der irreführenden Informationen“. In Ihrer Stellungnahme betonen sie, die Datenlage sei nicht ausreichend, um die Wirksamkeit der Impfung zu beurteilen, daher dürften auch keine falschen Versprechungen gemacht werden: „Behauptungen, die Impfung reduziere Gebärmutterhalskrebs um 70 Prozent oder gar 98 Prozent, müssen unterbleiben. Die konventionelle HPV-Impfung vermag keine bereits vorhandene HPV-Infektion oder Krebsvorstufen zu beseitigen. 


Ganzheitliche Behandlungsansätze

Eine Alternative zum Impfstoff scheint die Homöopathie zu liefern wie z.B. HPV-Nosode sowie das Similimum (Ähnlichstes Konstitutions-Mittel). Erfahrungsgemäss ist es sinnvoll im Vorfeld eine konstitutionelle Behandlung zu machen und die Anwendung der Nosode zur Prophylaxe vor Beginn der sexuellen Aktivität. Die Wahl der Viren für die Nosode kann spezifisch angepasst an den wissenschaflichen Erkenntnissen um gezielt eine Immunität gegen bestimmte pathogene Viren zu schaffen. Weitere Forschungen dazu sind sinnvoll und notwendig.


[1] Sjöblom A, Carpén T., et al. The Role of Human Chorionic Gonadotropin Beta (hCGβ) in HPV-Positive and HPV-Negative Oropharyngeal Squamous Cell Carcinoma. Cancers (Basel). 2022 Jun 8;14(12):2830. doi: 10.3390/cancers14122830.



Testausschnitt aus meinem neuen Buch.

Naturheilpraktiker Hans Peter Exer, Luzern, 2025